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Georg von Wyss und Thomas Braun am 22.02.2013

Wie die Classic Fonds an den Generalversammlungen abstimmen

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Die Saison der Generalversammlungen hat in der Schweiz mit einem Paukenschlag begonnen -- der Kontroverse um Daniel Vasellas CHF 72 Millionen Abfindung.

Die Classic Fonds halten keine Aktien von Novartis und werden daher nicht abstimmen, aber wenn sie es würden, dann wären einige „Nein“-Stimmen dabei.

Classic Fund Management versucht nach Möglichkeit an allen Abstimmungen teilzunehmen. Wir halten uns dabei an folgende Grundregeln:

  • Prinzipiell stimmen wir gegen alle Anträge, die gegen die Interessen der Aktionäre sind.
  • Wir stimmen immer gegen bedingte Kapitalerhöhungen, wenn diese zu einer Verwässerung von mehr als 10% führen könnten, also ohne Bezugsrecht erfolgen.
  • Wenn es eine Abstimmung zur Kompensation von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung gibt, dann akzeptieren wir für grosse Firmen maximale Entlöhnungen von CHF 10 Mio. pro Manager (und wesentlich weniger pro Verwaltungsrat). Wir denken, dass sich für eine solche Summe problemlos qualifizierte Top-Kader finden lassen. Bei kleinen Firmen setzen wir das Maximum tiefer an. Zugegebenermassen kann das unfair sein – das Management einer kleinen Firma kann durchaus trotz kleineren Entlöhnungen besser arbeiten als die Leute von grossen Firmen – aber die Entlöhnung des Kaders muss in einem vernünftigen Verhältnis zum Gewinn der Firma stehen.
  • Wenn wir einen Kompensationsplan für überrissen halten, dann stimmen wir gegen die Wiederwahl der Mitglieder des Kompensationskomitees und des Präsidenten des Verwaltungsrats, falls sie zur Wiederwahl stehen.
  • Wenn wir zu einem Traktandum „Nein“ stimmen, dann erklären wir unsere Ablehnung oftmals in einem Brief an den Verwaltungsrat oder in einem Gespräch mit den Verantwortlichen für Investor Relations.

Je grösser die Position der Classic Funds im Aktionariat, desto sicherer können Sie sein, dass wir uns in allen Gesprächen um Corporate Governance einbringen, ob im Rahmen der Generalversammlung oder ausserhalb. Wir ermuntern alle Aktionäre, dasselbe zu tun.

–Georg von Wyss und Thomas Braun

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